performanceABEND #vier
– remember, remember the end of december

21. Dezember 2017, ab 19.00 Uhr

Ein performativer Jahresabschluss mit Kurzbeiträgen von Matteo Petruzzi, Ernestyna Orlowska, Nadja Geisser & Lea Gasser, Annick Bosson & Klarissa Flückiger, Marc Norbert Hörler.

Kuratiert von Anne Bossok und Michael Sutter


Grenze des Systems

La propagande par le fait:
Mikhail Bakunin in 2017

PAVEL ARSENEV
&
DR. PHIL. MIKHAIL KURTOV

www.reagenz.net

4. Dezember, ab 19.00
Kunstraum Dreiviertel
Monbijoustrasse 69, Bern

Der Philosoph Mikhail Kurtov und der Künstler und Dichter Pavel Arsenev sind eingeladen um sich mit dem Thema “Grenze des Systems” auseinander zu setzen. Nach einer gemeinsamen Überlegung haben sich die Beteiligten einen Unterbereich des Themas ausgesucht. Zum Abschluss des “Revolutionsjahres” werden sich unsere Gäste aus St. Petersburg an den, in Bern beerdigten, russischen Anarchist Bakunin erinnern und von ihm entwickelten Begriff “Real deeds” und damit verbundenen “Propaganda der Tat” reflektieren. Diskussion wird die geografische, zeitliche und politische Grenze überschreiten und sammelt uns zusammen auf einem Tee in der “Metakitchen” des Kunstraumes… Es handelt sich um eine Kommunikation oder noch genauer eine “Metakommunikation”…
Mehr können wir Euch nicht verraten, da wir weder Ablauf noch Ergebnis des Gesprächs kennen und sind gleichermassen gespannt auf die Präsentation.

PAVEL ARSENEV (1986)

Künstler, Dichter und Gründer des unabhängigen Buchverlags “Translit” in St. Petersburg. Arsenev arbeitet mit grafischen Aspekten und Materialisierung des Textes, beteiligte sich an zahlreichen internationalen Ausstellungen, unter anderen an der Manifesta 10, Büro für kulturelle Übersetzungen (Leipzig) und “Disobidient objects” (Victoria and Albert Museum). Einige seiner Publikationen sind zu finden im New Literary Observer, the Moscow Art Magazine, Political Critique und in der Zeitschrift des Künstlerkollektivs Chto Delat. Arsenev ist Gewinner des Andrei Bely Prize (2012) und war ein Research Fellow am Comparative Epistemology Research Center for Linguistics of Central and Eastern Europe an der Lausanne Universität, Schweiz.

MIKHAIL KURTOV (1983)

Philosoph und Medientheoretiker, Associate Professor am Metarussian Institute of Technotheology, Ph.D. in Philosophie (2011), Autor von “Between Boredom and Daydream. The Analytics of the Cinematic Experience” (2012) und “The Genesis of Graphical User Interface. Towards the Theology of Code” (2014). Kurtov erstellte die erste Übersetzung von Arbeiten Gilbert Simondon’s ins Russische.

arsenev.trans-lit.info
spbu.academia.edu/MichaelKurtov

Gespräch im Schaufenster
30. November – 4. Dezember

Präsentation
4. Dezember, ab 19.00

Ausstellung
4. Dezember – 20. Dezember 2017


NONATU
Ilya Fedotov-Fedorov

Ausstellung
27. Oktober – 29. November 2017
Finissage (Datum geändert)
29. November, ab 18.00 Uhr

www.ilyaff.com

Ilya Fedotov-Fedorov (1988) aus Moskau ist der aktuelle Gastkünstler in der Residenz im PROGR – Residency.ch. Seine “Nonatu”-Recherche hat in der Volga Region Russlands den Anfang genommen und wird nun in Bern fortgeführt. Das Projekt wird aktuell an der 7. Moskauer Biennale präsentiert. Wir freuen uns sehr, “Nonatu” jetzt auch im Kunstraum Dreiviertel vorstellen zu können. Ebenfalls zu sehen gibt es Ilya’s Arbeiten aus seiner Serie “Objects in the corner” (Позиции в углу).

Im langfristigen Projekt “Nonatu” untersucht Fedotov-Fedorov die Beziehung zwischen Menschen mit verschiedenem kulturellen Hintergrund und die sie umgebende Natur. Dieser Prozess folgt dem Muster einer archäologischen Recherche und basiert auf Fundobjekten wie Gegenstände aus Lehm oder Keramik, Baumwurzeln, Steinen, kultivierten Blumen sowie verlassenen oder weggeworfenen Pflanzen. Der Künstler spricht sich los von Allgemeinwissen indem er die gefundenen Artefakte anhand alternativer Methoden analysiert und damit seine eigene Menschengeschichte erzählt.


INTERFACES TO BERN
Anna Tolkacheva

Ausstellung und Videopremiere
7. August – 4. September

Vernissage: 7. August, ab 19.00 Uhr
Finissage: 4. September, ab 19.00 Uhr

In den interaktiven Videoarbeiten von Anna Tolkacheva wird eine neue Umgebung, eine unbekannte Welt untersucht, mit der sie zum ersten Mal konfrontiert war. Es geht um Bern. Zytglogge, Aare… Die Multimediakünstlerin und digitale Dichterin reflektiert ihre Auseinandersetzung mit dieser Realität durch den Klang der Wörter und einer ungewöhnlichen Wahrnehmung von Zeit und Raum.

Die Arbeiten sind während des Residenz-Aufenthaltes im PROGR (Residency.ch) im Januar 2017 entstanden.

annatolkacheva.info


 

GERUCHLOS
Gorod Ustinov
Anna Tolkacheva
Prof. Dr. Hans Rindisbacher 

Ausstellung + Gespräch
20. Juni 2017 – 15. Juli 2017

Geruchlose sterile Gesellschaft der Moderne, steriles Leben,
sterile Räume, sterile Zeit.
Geruchlose Moderne ist wie Dada…
“es riecht nicht, es bedeutet ja nichts, gar nichts”. (Picabia)
Anna Tolkacheva setzt sich mit dem Thema “Geruchlos” aus der Perspektive von dadaistischen Texte auseinander. Inzwischen machen Künstlerduo Gorod Ustinov aufmerksam auf die flüchtige Erfahrung eines Moments, eines Dufts der Zeit, der sich nicht verbalisieren lässt…
Inspiriert von der linguistischen Recherche zum Thema “Düfte in den UdSSR” von Prof. Dr. Hans Rindisbacher

www.gorodustinov.ru
www.annatolkacheva.info


RAADSEL VAN EEN HOEKJE
Charlotte Bricault

30. März 2017 – 11. April 2017

Organique où l’humain est de passage. Les branches des arbres se mêlent à un objet du quotidien. Le coussin, métaphore onirique de inconscient, des rêves et du repos. Il se passe quelque chose sous la matière, la terre est marquée par les ramifications des branches faisant écho aux origines généalogiques. Sous le minéral, un réseau organique s’érige laissant place à une interprétation humaine et charnelle.
charlottebricault.com