Nicolas Wolf

Berufsmusiker
Eine Dauerperformance

21 – 25. September 2020

Mo – Fr.   08.00  – 12.00, 13.00  – 17.00

Feierabendbier: 25. September, ab 17.00 Uhr

Der Berufsmusiker Nicolas Wolf gibt der gesellschaftlichen Erwartung nach und geht endlich richtig arbeiten: Von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 17 Uhr mit einer Stunde Mittagspause von 12 Uhr bis 13 Uhr. Eine Woche lang spielt er Schlagzeug zu Bürozeiten. Am Freitag Abend gibt es ein Feierabendbier.

www.nicolaswolf.ch

“Musikerinnen und Musiker fallen durch die Maschen der gesellschaftlichen Definition von Arbeit. Obschon eine Musikerin auch mit den Händen arbeitet, wird sie nie eine Büezerin sein. Obschon ein Musiker bis zur Erlangung eines Hochschuldiploms sich 15 Jahre mit seinem Instrument befasst hat, wird er nicht als Intellektueller gesehen. Als Künstler sind sie weder noch. Die aktuelle Situation hat dies noch weiter verschärft. Musik ist nicht systemrelevant, eine Gesellschaft braucht keine Musik, um zu funktionieren. Nützlich ist, wer arbeitet, und am Ende des Tages etwas vorweisen kann. So der Tenor.” Nicolas Wolf

Nicolas Wolf
Nicolas Wolf ist freischaffender Musiker und Künstler aus Fribourg, wohnt und wirkt in Bern. Obwohl er schon als Teenager mit seinen ersten Punkbands erfolgreich mit selbstorganisierten Tourneen durch die Schweiz und das benachbarte Ausland reiste, verpasste es sein Umfeld und die Gesellschaft, ihm den Weg zum Berufsmusiker aufzuzeigen. Er begann eine akademische Laufbahn mit Schwerpunkt Schweizer Geschichte, währenddessen er nebenbei seinen Lebensunterhalt als Musiker verdiente. Langsam realisierend, dass sich eine Laufbahn als Musiker auftut, folgte er seiner Bestimmung und begann mit 27 Jahren ein Schlagzeugstudium an der HKB Jazz.
Mittlerweile arbeitet er in kleinen Pensen selbst an der HKB und macht sich als Künstler einen Namen als offenen, aufmerksamen und humorvollen Improvisator, der mit seinem Instrument bereits Boxkämpfe live vertont hat, im Duo mit einer Autobahn performte, Konzerte in absoluter Dunkelheit spielte, 8 stündige Solo-Schlafkonzerte durchführte u.v.m. Für seine vielfältige und interdisziplinäre Arbeit verlieh ihm der Kanton Bern 2019 den Musikpreis „coup de coeur“.